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Die Märchenmaschine

Das Theater Gómez-Müller leitet so das neue Programm «Die Märchenmaschine» ein und weicht im Verlauf dieses cybermässigen Märchens die bis anhin prägende Spielvorgabe «hier Spanierin, da Schweizer» zusehends phantastisch auf...
Gómez-Müller behaupten im Kindertheater eine interessante Nische: Sie erzählen spannend und trickreich über wohlbekannte Märchen, ohne linear und überangepasst auf der Weihnachtsschiene zu fahren.(Neue Zürcher Zeitung, 27. Oktober 2000)

"Ein tollkühnes Experiment", nennen Gómez-Müller ihr Projekt, was es in der Tat auch ist. (Tages Anzeiger, 28. Oktober 2000)

Unter der Regie von Norberto Presta spielen Marina Navarrete und Marcel Peter ihre viele Rollen engagiert und unpretententiös, fern vor jeder Sentimentalität. Die Grimm'schen Märchen, deren schadenfreudige Moral heute penetrant wirken kann, werden durch die maschinelle Phantastik verfremdet, fast schon dekonstruiert...
Mit Tempo und Witz gespielt, hält das die Kinder, die laufend mitmachen und mitgestalten können, hellwach, und auch für die Erwachsenen ist das Spektakel vergnüglicher als die gewohnten normierten Märchenadaptationen. Alles in allem: eine willkommende Bluauffrischung für die Sparte Kindertheater.(Zürichsee-Zeitung, 6. März 2001)

Marina Navarrete brilliert als spanische Putzfrau und Rotkäppchen genauso wie Marcel Peters zestreuter Professor und Hans im Glück aus den Alpen. Besonders gelungen ist aber die breite Palette der Anspielungen auf zahlreiche Märchen. Diese Mischung vermied, das Publikum mit allzu Bekanntem zu langweilen und zeigte, wie moderne Geschichten und uralte Märchen zu einer mitreissenden Erzählung für Jung und Alt verwoben werden können...(Zürcher Oberländer, 13. März 2001)

Dank der liebevollen Requisite und schauspielerischer Glanzleistung scheint es tatsächlich, als ob die Verwandlung stattgefunden hätte: Marcel Peter schlüpft unmerklich von einer Rolle in die andere, lässt das Theater tatsächlich zum «Mittelpunkt der Fantasie» werden. Auch Marina Navarrete verbindet ihr pantomimisches Können mit ihrer grandiosen Gestik. Ganz gleich, ob als schüchterne Putzfrau oder als Rotkäppchen, das nur französisch spricht, Marina Navarrete erfüllt wie kaum einen andere Schauspielerin jede Figur mit Leben.(Thurgauer Volksfreund, 19. März 2001)

Mit äusserst wenige Requisiten schaffen es die Schauspieler, die kleinen Besucherinnen und Besucher spannend zu unterhalten. Das Stück "Die Märchenmaschine" ist ein Ausflug in die Welt der Märchen, vergnüglich und voller Überraschungen. (Brienzer, 21.September 2001)

Für aufmerksame Erwachsene tun sich bei diesem «tollkühnen Experiment» halb bewusst, halb unbewusst, neue psychologische Kontexte auf, und die Kinder amüsieren sich einfach köstlich über das Tohuwabohu, das auf der Bühne herrscht, wenn die Maschine rattert, Rauch ausspuckt und alle ihre Lichter blinken lässt. Da gibt es so wunderbar viel zu entdecken. Auch zwischen den Zeilen. (Thurgauer Zeitung, 21. Januar 2002)

Für die Älteren war die Geschichte so spannend, dass sie am Schluss des Stücks die Bühne stürmten, um die exquisite Maschine aus der Nähe zu bewundern...
Märchenaufführungen verlaufen meistens nach einem bestimmten Schema. Diese hier entsprach der Fantasie Erwachsener und beflügelte die Fantasie der Kinder...(Linth, 10.12.2002)

Neue Zürcher Zeitung, 27. Oktober 2000
Cyber-Märchen: Gómez-Müller mit neuem Kinderstück
Von Toby Müller

Der Professor steht mit seiner Erfindung kurz vor dem Durchbruch: Eine Maschine soll Menschen aus den Märchen leibhaftig erscheinen lassen. Doch die Verschurbeltheit eines jeden Professors fordert ihren Tribut: Er ist zu einer Kasperlipuppe geschrumpft. Wild fleht er die spanische Putzfrau um Hilfe an, ihn wieder gross zu machen. Ohne Phantasie-Energie der anwesenden Kinder allerdings lässt sich die wunderliche Maschine im Theater Ticino Wädenswil nicht zur Mutation überreden. Das Theater Gómez-Müller (Marina Navarrete und Marcel Peter)leitet so das neue Programm «Die Märchenmaschine» ein und weicht im Verlauf dieses cybermässigen Märchens die bis anhin prägende Spielvorgabe «hier Spanierin, da Schweizer» zusehends phantastisch auf. ­ Denn die Realitäten zwischen Märchenwelt und irdischem Labor geraten durcheinander, man beamt sich gegenseitig in die falsche Richtung und muss sich von den hilfsbegierigen Kindern die Maschine erklären lassen. Rotkäppchen trifft auf Hans im Glück, der Professor verrät ihm die Sache mit dem Wolf zu früh, und der Kuchen sollte wieder an den Tisch zurück. Nicht ganz anspruchslos für Kinder ab fünf Jahren ist das. Aber Gómez-Müller behaupten im Kindertheater eine interessante Nische: Sie erzählen spannend und trickreich über wohlbekannte Märchen, ohne linear und überangepasst auf der Weihnachtsschiene zu fahren.

Thurgauer Volksfreund, 19. März 2001
Ein Querschnitt von bekannten Märchen
Steckborn: Im Phönix Theater wurde «Die Märchenmaschine» aufgeführt

Von Anke Pütger-Kamp
Wenn Rotkäppchen französisch spricht und Hans im Glück seine Geschichte erzählt, dann ist die Märchenmaschine am Werk. Gross, grau und mit den verschiedensten Instrumenten ausgestattet, zog eben dieses Wunderwerk der Technik im Steckborner Phönix Theater am vergangenen Samstag sein Publikum in den Bann. Gefragt war die Fantasie-Energie, mit der ein schrulliger Professor seine Erfindung versorgen muss. Eine Energie, die nur von Kinder in ausreichender Form produziert werden kann, eben jene Fantasie, die Märchen zum Leben erweckt.

Im Mittelpunkt der Phantasie
Marcel Peter und Marina Navarrete vom Züricher Theater Gómez-Müller entwickelten mit ihrer Geschichte eine neue Sichtweise der Grimmschen Märchen. Völlig besessen von seiner Erfindung verwandelte sich der Professor in eine kleine Handpuppe, um die Reparaturen in seiner Maschine besser bewältigen zu können. Die Putzfrau Victoria, die eigentlich die Bühne säubern will, wird unfreiwillig zur Helferin dieses eigenartigen Zeitgenossen.
Was folgt, ist eine Verstrickung von Verwandlung, Märchenfiguren und natürlich deren Geschichten. Dabei spielt die rauchende und blinkende Märchenmaschine eine wesentliche Rolle. Obwohl ihr System genau ausgeklügelt erscheint, sie bei richtiger Bedienung auch funktioniert, fehlt dennoch die richtige Menge an Energie, um keine Pannen heraufzubeschwören. Es kommt, was kommen muss und die kleinen Missgeschicke nehmen ihren Lauf: Victoria verschwindet in der Maschine und wird Teil eines Märchens. Der Professor konnte sich dafür aber wieder zu seiner Normalgrösse zurückverwandeln.
Dank der liebevollen Requisite und schauspielerischer Glanzleistung scheint es tatsächlich, als ob die Verwandlung stattgefunden hätte: Marcel Peter schlüpft unmerklich von einer Rolle in die andere, lässt das Theater tatsächlich zum «Mittelpunkt der Fantasie» werden. Auch Marina Navarrete verbindet ihr pantomimisches Können mit ihrer grandiosen Gestik. Ganz gleich, ob als schüchterne Putzfrau oder als Rotkäppchen, das nur französisch spricht, Marina Navarrete erfüllt wie kaum einen andere Schauspielerin jede Figur mit Leben

Die Kinder stehen im Rampenlicht
Mit seinem zweiten Gastspiel in Steckborn hat das Theater Gómez-Müller erneut eine Produktion vorgestellt, die beweist, dass Kindertheater und gute Schauspielkunst eigentlich unabdingbar sind. Auch die Idee, einen Querschnitt der bekanntesten Märchen zu zeigen, ohne jeweils die ganze Geschichte zu erzählen, gibt dem alten Stoff ein neues Gesicht. Nicht die Märchen selbst stehen im Rampenlicht, sondern die Kinder.
Ohne deren Fantasie wird jedes Märchen gegenstandslos, verliert jede Geschichte ihre Existenz. Das Theater Gómez-Müller hat es geschafft, gut eine Stunde lang die Spannung der Märchen zu erhalten.
Der lang anhaltende Applaus honorierte zu Recht die Leistung der beiden Darsteller und lässt auf ein erneutes Gastspiel hoffen.

Thurgauer Zeitung, Mo 21. Januar 2002
Eine Reise durch die Fantasie Märchen sind reine Produkte unserer Fantasie. Allegorische Gleichnisse, manchmal ein wenig moralinsauer, oftmals aber dafür mit einem glücklichen Ende. So kennen wir es seit Generationen. Sind Märchen aber vielleicht sogar mehr - nämlich verdrängte Realitäten?

Von Christof Lampart
Sirnach - Erwachsene, die der über einstündigen Kindertheatervorstellung «Die Märchenmaschine» beiwohnten, welche am Samstagnachmittag im Restaurant-Löwen-Saal vom Theater-Duo Gomez-Müller zum Besten gegeben wurde, konnten diesen Eindruck durchaus bekommen. Denn bei der durch den Sirnacher Kleinkunstveranstalter «büx» organisierten Vorstellung vermischte sich vor den Augen des Publikums Fantastisches mit banalen Alltagssituationen. Und wenn das Rotkäppchen mit Hans im Glück ebenso das weitere Vorgehen in der realen Welt bespricht, wie die von der Märchenmaschine ins Märchenland versetzte Putzfrau Viktoria mit Sindbad ihren weiteren Aufenthalt im Orient, dann stimmt zwar etwas nicht, aber das Publikum ist sich mit zunehmender Dauer nicht so ganz sicher was. Denn die Märchenmaschine hat ein grosses Durcheinander zw ischen den Welten angerichtet - allerdings ein höchst vergnügliches.

Fantasie war gefragt
Gomez und Müller sind ihrem Mischtheater treu geblieben. Handpuppen spielen hierin eine ebenso wichtige Rolle wie richtige Darsteller. Und zwar völlig gleichberechtigt. Zwischen Gross und Klein gibt es keine relevanten Unterschiede. Hier gibt es keine Standesdünkel und Grenzen irgendwelcher Art - es sei denn, die Erwachsenen Zuschauer verfügten nicht über genügend Fantasie. Ist diese jedoch vorhanden - und bei Theatergängern sollte sie ja eigentlich zur Genüge «sprudeln» -, so sind die Vorbedingungen, die die Theaterschaffenden an ihr Publikum stellen, im Grunde genommen gering. Klar, die Handlungen der wichtigsten Märchen sollten einem präsent sein. Aber da die Geschichte vom Rotkäppchen auch Anfang des 21. Jahrhunderts ebenso noch zum Bildungskanon eines jeden gehört wie Pokemon und Star Wars, sollte dies kein Hindernis sein. Wer sich dem Duo Gomez und Müller innerlich hergibt, muss bereit sein, sich vom Alltag auszuklinken und sich innerlich so gehen zu lassen, dass die menschliche Fantasie ungehindert walten und schalten kann. Loslassen ist also gefragt.

Ein erfundenes Wunderding
Wer dies schafft, dem kommt es nicht mehr komisch vor, dass ein Professor eine Maschine erfunden hat, mit welcher er Gegenstände und Menschen aus dem Märchenland in die Wirklichkeit holen und umkehrt auch Menschen in die Märchenwelt verschwinden lassen kann. Und ebenso klar ist, dass, wenn so ein Wunderding existiert, es auch ausgiebig gebraucht wird.

Märchenhafte Vorstellung
Dass die Märchen dabei radikal auf den Kopf gestellt werden, stört niemanden gross. Ganz im Gegenteil: Für aufmerksame Erwachsene tun sich bei diesem «tollkühnen Experiment» halb bewusst, halb unbewusst, neue psychologische Kontexte auf, und die Kinder amüsieren sich einfach köstlich über das Tohuwabohu, das auf der Bühne herrscht, wenn die Maschine rattert, Rauch ausspuckt und alle ihre Lichter blinken lässt. Da gibt es so wunderbar viel zu entdecken. Auch zwischen den Zeilen.
Und vielleicht regen die «verquerten» Geschichten ja den einen oder anderen ja wieder einmal an, in einem Märchenbuch nachzulesen, wie es denn nun wirklich im Märchenland zu- und hergeht. Zu wünschen wäre es - märchenhafte Vorstellung hin oder her.

Offizieller Pressetext des Theaters Gómez-Müllers zu "Die Märchenmaschine"

Die Märchenmaschine

Ein tollkühnes Experiment für Menschen ab 5 Jahren

Spiel: Marina Navarrete, Marcel Peter / Regie: Norberto Presta / Idee: Marcel Kunz Joller, Norberto Presta, Theater Gómez-Müller / Bühnenbild: Pesche Panero, Salome Bäumlin / Kostüme: Mary Lawler

Variante 1:
Das Theater Gómez-Müller erzählt in ihrem neuen Kindertheaterstück «Die Märchenmaschine» spannend und trickreich über wohlbekannte Märchen: Es war einmal ein Herr Professor. Er baute eine wundersame Maschine,die Gegenstände aus der Märchenwelt ausspucken konnte. Wer wollte zum Beispiel nicht schon immer wissen, wie der Stiefel des Gestiefelten Katers wirklich aussieht? Das aber war dem Herrn Professor nicht genug. Durch seinen Übereifer gerät das Spiel ausser Kontrolle, ja er wird sogar von seiner eigenen Maschine geschluckt...
Wie es kommt, dass plötzlich Rotkäppchen auftaucht und was sie mit Hans im Glück zu besprechen hat, was es mit der Putzfrau und dem Zauberhut auf sich hat und was ein Rüdigüx ist, das wird noch nicht verraten. Nur soviel: Ohne Mithilfe des Publikums wird es keinen Ausweg aus der brenzligen Situation geben.
Ein Ausflug in die Welt der Märchen...vergnüglich und mit allerlei Überraschungen für die ganze Familie!

Variante 2:
Über alles gelehrte Menschen haben mitunter reichlich wunderliche Ideen. Manche schrumpfen ihre Kinder, andere erfinden fantastische Geräte. Wie der enthusiastische Professor aus dem Stück "Die Märchenmaschine" vom Theater Gómez-Müller. Er hat nämlich ein Ungetüm zusammengebaut, das in der Lage ist, ganz märchenhafte Gegenstände auszuspucken: den legendären Stiefel des Gestiefelten Katers etwa, vielleicht auch die meterlangen Haare von Rapunzel oder den gläsernen Sarg von Schneewittchen. Doch dem Professor schwebt noch viel Spektakuläreres vor, bloss läuft ihm seine Erfindung aus dem Ruder, weil sich Rotkäppchen & Co. plötzlich selbständig machen. Das Publikum soll ihm aus der Patsche helfen.

 



© Gómez-Müller 2006